Lallemand Animal Nutrition
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Neuigkeiten

Feb 13, 2017

SELEN: Einmal über den SeMet-Tellerrand hinausschauen!

Feb 13, 2017

Vor kurzem hat Lallemand Animal Nutrition eine Studie zur Bioverfügbarkeit von verschiedenen organischen Selenquellen durchgeführt. Die Studie wurde an Legehennen durchgeführt, modellhaft für die gesamte Tierproduktion: 96 Legehennen (Isa Brown) wurden in 4 Gruppen eingeteilt und erhielten das gleiche Futter, dem jeweils 0,2 ppm Selen zugesetzt wurde: Entweder Natrium-Selenit (als Positivkontrolle, NS), Selenhefe (ALKOSEL R397) oder zwei verschiedene Formen synthetischen Selenomethionins (SM1 und SM2). Die Selenkonzentration im Muskel wurde in den Tieren an Tag 55 gemessen, die Eier wurden an Tag 34 analysiert.

Bioverfügbarkeit und die verschiedenen Formen des Selens

Die drei organischen Selenformen – ALKOSEL R397, SM1 und SM2 – zeigten im Unterschied zu der eingesetzten mineralischen Selenquelle einen signifikanten Anstieg der Selen-Konzentration im Muskel. Dies deutet auf eine höhere Bioverfügbarkeit organischer Selenformen hin (Abb.1).

Abb. 1: Se-Konzentration im Muskel (µg/kg)

SM1 und SM2 enthalten 100 % synthetisch gewonnenes Selenomethionin (SeMet). Unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, dass das in ALKOSEL R397 enthaltene Selen nahezu zu 100 % organisch ist und dabei 63 % SeMet enthält, während der restliche Teil in andere schwefelhaltige Aminosäuren (wie etwa Selenocystein (SeCys)) eingebaut vorliegt. Würde man davon ausgehen, dass SeMet die einzig nutzbare Selenquelle für das Tier darstellt, zeigt ALKOSEL R397 die höchste Selenaufnahme im Muskel (Abb.2).

Abb.2: Se-Gehalt im Muskel gibt Aufschluss über die SeMet-Versorgung

Einfluss auf den Selengehalt und die Qualität der Eier

Die Versuchsgruppen NS (109,9 µg), SM2 (159,4 µg), SM1 (174,5 µg) und ALKOSEL R397 (198,8 µg) zeigten jeweils einen gestiegenen Se-Gehalt (Trockenmasse) im Ei an Tag 34. Die Se-Transfer-Rate berechnet das Verhältnis zwischen der Selenabgabe an die tierischen Erzeugnisse (ganzes Ei, Eigelb, Eiklar, etc.) und der Selenmenge, die dem Tier gefüttert wurde. Abbildung 3 zeigt den Einfluss der Selenquelle auf die Se-Transfer-Rate (%) in den Eiern.

Die Studie ergab, dass die Tiere, denen ALKOSEL R397 gefüttert wurde, die höchste Se-Transfer-Rate zeigten: 95 % Anstieg im Vergleich zur mineralischen Selenquelle für das ganze Ei, 133 % bezogen auf das Eiklar und 27 % im Eigelb.

Zusätzlich verbesserten sich in der ALKOSEL R397-Gruppe im Vergleich zu den anderen Selenformen die Haugh-Einheiten – ein gebräuchlicher Indikator für die Frische der Eier und damit ihrer Haltbarkeit. Außerdem zeigten die Eier aus der ALKOSEL R397-Gruppe den geringsten Wasserverlust, ein weiteres wichtiges Kriterium für die Ei-Frische.

Abb. 3: Se-Transferrate in % an Tag 34 in Ei, Eiklar und Dotter (a,b,c: p<0.05)

Eine neue Sichtweise in Bezug auf Bioverfügbarkeit

In dieser Studie wurden Legehennen als Modelltiere verwendet, um die Bioverfügbarkeit des Selens und die Transfer-Rate verschiedener Selenformen, inklusive synthetischem SeMet, zu untersuchen. Die Ergebnisse lassen eine bessere Bioverfügbarkeit von Selenhefe im Vergleich zu mineralischem Selen, aber auch verglichen mit verschiedenen synthetischen Selenformen, die ausschließlich SeMet enthalten, erkennen. Dies kann dadurch begründet werden, dass

1.) ALKOSEL R397 neben SeMet weitere aktive Formen organischen Selens enthält, insbesondere SeCys, und dass

2.) der Stoffwechselweg im Körper nicht ausschließlich SeMet einbezieht, sondern ebenso andere Aminosäuren wie SeCys . Daher kann die in ALKOSEL R397 vorliegende Kombination von SeMet und SeCys eine optimale Balance für Selenaufnahme und -nutzung des Tieres bieten.

Ein verbesserter Selenstatus hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem, die Tiergesundheit und die Fortpflanzungsfunktionen.

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Sprechen Sie uns gerne an: animalgermany@lallemand.com